P s y c h o n e u r o n a l o g i e
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die Kongruenz von neuronalen und psychischen Prozessen
 
Eine Einführung

 

Das psychoneuronale Programm-System ist ein psychologisches und neuronales Konzept zur Analyse und Darstellung der Entstehung, Aktivierung und Veränderung von psychoneuronalen Programmen und den kognitiven, emotionalen, körperlichen, ausdrucks- und verhaltensspezifischen Folgewirkungen. Das System basiert auf neuen Erkenntnissen der Hirn- und Epigenetik-Forschung sowie auf modernen Kognitions-, Emotions-, Stress- und Verhaltenstheorien.

Der Mensch denkt, sein Programm lenkt

Wir Menschen sind das Ergebnis unserer Erbanlagen und unserer Erfahrungen im bisherigen Leben.

Im Laufe unseres Lebens entwickeln sich auf der Grundlage unserer Erbanalagen und bedingt durch die gegebenen Umstände, Situationen, Ereignisse und Beziehungen sowie durch die individuellen Reaktionen mannigfaltige epigenetische Variationen unsere psychoneuronalen Programme. Erziehung, Bezugspersonen, Kindergarten, Schule, erste Beziehungen und Jobs prägen uns.
Es entstehen neue Nervenzellen, neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen und epigenetische Veränderungen als physiologische Grundlage der Programme. Das psychoneuronale Programm steuert uns Menschen und determiniert unsere Eigenschaften. Es bestimmt über unsere Denkinhalte, Denkvorgänge und Denkprodukte wie Bewertungen, Überlegungen, Schlussfolgerungen, Einstellungen, Überzeugungen oder Werte sowie über unsere Emotionen, Körperreaktionen, Ausdrucks- und Verhaltens­weisen. Aufgrund verschiedenartigster Erfahrungen entwickeln sich sowohl konstruktive als auch destruktive Programme.
Die Programme laufen gewöhnlich völlig unbemerkt im Hintergrund ab. Sie kontrollieren unser Wahrnehmen, Erleben, Denken, Fühlen und Tun und werden von äußeren und inneren Reizen und Prozessen aktiviert, verstärkt oder gehemmt.

Aktuell sind wir immer das Produkt unserer psychoneuronalen Programme, der Umstände und Zustände sowie unserer SR-Kompetenz.

Die aktuellen Umstände, die Lebensbedingungen, Situationen und Ereignisse wirken permanent auf uns ein – konstruktiv und destruktiv, fördernd und hemmend.

Zudem beeinflussen uns unsere psychischen und körperlichen Zustände massiv – positiv wie negativ, aktivierend wie bremsend.

Mit SR-Kompetenz (siehe unten) können wir eigenständig, bewusst-willentlich die weitgehend autonomen psychoneuronalen Programme neutralisieren und korrigieren. Damit gewinnen wir Einfluss auf unsere Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen und somit in der Folge auf unsere Zustände und auf die Umstände.

Was aus uns geworden ist, wie wir sind, was aus uns werden wird, hängt sehr von unseren Programmen, den Umständen und unseren Zuständen sowie von
unserer SR-Kompetenz ab.  

                                                            Einflussfaktoren & Zusammenhänge

Programm-Arten
Unsere
Bewertungs-Programme (Beurteilung eines Umstands), unsere Erwartungs-Programme (Meinungen über die Folgen eines Umstan­ds), unsere Strategie-Programme (Konzepte zum Umgang mit einem Umstand bzw. zur Problem-Bewältigung), unsere Evaluierungs-Programme (Beurteilung der Strategien, der geplanten und durchgeführten Maßnahmen) und unsere Verhaltens-Programme (autonome Verhaltensreaktionen oder bewusste Handlungen) sind im hohen Maße für Erfolg oder Misserfolg, für Zufriedenheit oder Unzufriedenheit, für Wohl oder Unwohl verantwortlich.
Die Programme können autonom ablaufen oder willentlich kontrolliert werden.
Die autonomen Programm-Aktivitäten können bewusst oder unbewusst sein.
Reiz-Reaktions-Programme laufen autonom und unbewusst ab.
Bewertungs-, Erwartungs-, Strategie-, Evaluierungs- und Verhaltens-Programme können autonom-unbewusst, autonom-bewusst oder bewusst-willentlich sein.

Programm-Elemente
Die Negativ-Programme setzen sich folgenden negativen Elementen zusammen:
-   negativen Kognitionen wie unange­mes­sene, falsche Bewertungen, Schluss­folgerungen, Meinungen, Werte
-   negativen Emotionen wie Unsicherheit, Frustration, Versagensgefühle, Ag­gres­sio­nen oder Ängste
-  
negativen Körperreaktionen wie Konzentrationsstörungen, Angespannt­heit, Nervosi­tät oder vegetativen Störungen
-   negativen Ausdrucksweisen wie unpassende Mimik, Gestik, Körperhaltung oder Stimme
-   negativen Verhaltensreaktionen wie Abwehr, Vermeidung, Fehlentscheidun­gen und -handlungen oder Aggressivität  
Die Positiv-Programme setzen sich folgenden positiven Elementen zusammen:
-    positive Kognitionen wie angemessene, richtige Bewertungen, Überle­gungen, Erkenntnisse oder Schlussfolgerungen, 
     konstruktive Meinungen, Einstellungen oder Werte
-    positive Emotionen wie Sicherheit, Zufriedenheit, Freude, Hoffnung oder Gelassenheit
-    positive Körperreaktionen wie Entspanntheit, innere Ruhe, Konzen­tra­tion, Merkfähigkeit oder vegetative Stabilität
-    positive Ausdrucksweisen wie angemessener Stimm- und Ge­sichts­ausdruck, passende Mimik und Gestik
-    positive Verhaltensreaktionen wie Zuhören, Kooperieren, Helfen, An­packen oder Umsetzen

Im negativen Fall (wenn destruktive Programme autonom ablaufen oder wenn eine bewusste destruktive Kontrolle erfolgt) gibt es zwei Möglichkeiten: Unsere Resignations-Programme lassen uns die Auswirkungen der Negativ-Programme passiv hinnehmen, ertra­gen und / oder verdrängen. Unsere Schutz-Programme zielen darauf ab, die unange­nehmen, frustrierenden oder bedrohlichen Auswirkungen der Negativ-Programme zu verhindern oder zumindest zu ver­mindern. Solche Schutz-Programme sind Vermeidung von Umständen, die Negativ-Programme auslösen können (Angst- oder Versagen ­zustände) sowie Kompensation von Negativ-Pro­grammen. Statt auf­zugeben, wird gekämpft; statt Schuld einzugestehen, wird abgestritten und angegriffen; statt unsicher zu erscheinen, gibt man sich selbstbewusst; statt sich die eigenen Schwächen einzugestehen, wird mit aller Kraft Leistung, Er­folg und Anerkennung angestrebt.
Als Folge unserer aktuellen Programm-Aktivitäten befinden wir uns in bestimmten Zuständen. Diese Emotions- und Ausdruckszustände können sich rasch ändern und sich in den verschiedensten Facetten zeigen: von kindlicher Trotzigkeit, zögerlicher Unsicherheit, lähmender Ängstlichkeit, unterwürfiger Freundlichkeit oder zwanghafter Kontrolliertheit bis zu kühler Distan­ziertheit, belehrender Besserwisserei, spöttischem Zynismus, über­steigerter Wichtigkeit oder maßloser Arroganz.

Im positiven Fall (wenn konstruktive Programme autonom ablaufen oder wenn eine bewusste konstruktive Kontrolle erfolgt) lassen uns unsere Aktivitäts-Programme wünschenswerte und notwendige Maßnahmen überlegen. Die Kontroll-Programme prüfen deren Sinnhaftigkeit und die möglichen Auswirkungen. Bei einer angemessenen Bewertung erfolgen je nach Lage der Dinge entweder aktive Handlungen zur Umsetzung der Maßnahmen oder ein Loslassen und Annehmen (muss nicht Gutheißen bedeuten) des Umstandes
Dadurch ist eine gewisse Authentizität gegeben und wir befinden uns in einem eher positiven Zustand, zum Beispiel in entspannter Gelassenheit oder engagierter Konzentration.

Spontane Mandelkernerregungen
Negative psychoneuronale Steuerprogramme aktivieren alleine aufgrund der Wahrnehmung eines Reizes, ganz ohne Bewertung, emotionale Überreaktionen. Reflexartig auftretende Emotionen wie Angst oder Wut führen in der Folge zu massiven Stresszuständen und irrationalem Fehlverhalten. Die Grundlagen für derartige Ausbrüche sind oft traumatische Erlebnisse wie schreckliche Ereignisse, Unfälle, Schicksalsschläge, Panikattacken oder sehr alte bzw. sehr oft abgelaufene Reiz-Reaktions-Geschehnisse.
Die Negativ-Programme und die daraus resultierenden Zustände bewirken Stress, kosten Kraft und führen zu Fehlern. Sie verursachen Wahrnehmungs- und Erlebensstörungen, unangemessene Denkvorgänge, Denkinhalte und Denkprodukte, unangenehme Emotionen und Stressreaktionen sowie unangemessene Verhaltensweisen. Mögliche Folgesymptome sind Wahrnehmungs- und Erlebensfehler, falsche Situationsbewertungen und Schlussfolgerungen, Überempfindlichkeit, Anspannung, Unruhe, Frust, Unsicherheit, Abwehr, Angst, Aggressivität oder Fehlverhalten.
Die Folgewirkungen können uns selbst und unseren Mitmenschen großen Schaden zufügen. Missverständnisse, Konflikte, Fehler, Unfälle, Leid, Leistungsstörungen oder Krankheit beeinträchtigen unser Wohlgefühl, das Zusammenleben und unsere Produktivität.

Psychoneuronaler Autopilot
Der
psychoneuronale Autopilot steuert uns entsprechend der installierten Software. Dieser reagiert, in Abhängigkeit vom Zustand der Hardware (Körper) autonom auf Umstände und Ereignisse. Unsere Freiheit hat Grenzen.

Freier Wille eine Illusion? 

Unsere Steuerprogramme sind nicht nur sehr einflussreich, sondern oft auch sehr hartnäckig. Je negativer die persönlichen Programme sind und je größer die subjektive bzw. objektive Belastung aufgrund bestimmter Umstände ist, desto destruktiver sind die Folgereaktionen.
Wir Menschen sind also durch unsere Anlagen und vor allem durch die Erziehung und andere wesentliche Erfahrungen weitgehend determiniert. Unsere inneren Programme steuern unser Denken, Fühlen und Tun. Sie bestimmen unser Weltbild, unser Befinden, unser Wollen, unsere Ziele und unser Wirken. Absolut freier Wille und völlig freies Entscheiden sind damit nicht möglich. Unser Denken, Fühlen und Verhalten sind bis zu einem gewissen Ausmaß vorprogrammiert. Insbesondere auf einem höheren Aktivierungsniveau, wenn wir angespannt, erregt, gestresst sind, laufen häufig die angeborenen und alten, gut eingelernten Muster ab.
Der Antrieb für unsere Aktivitäten hat laut Ergebnissen der modernen Hirnforschung sehr oft einen unbewussten, subkortikalen Ursprung.

Bei Willkürbewegungen aktivieren Prozesse im Limbischen System die Basalganglien und das Kleinhirn, kortikale Prozesse werden in Gang gesetzt, es entsteht die Empfindung, etwas zu wollen.

Das Libet-Experiment und entsprechende Folge-Untersuchungen weisen darauf hin, dass neuronale Prozesse dem Bewusstwerden der Handlungsentscheidung und der eigen- tlichen Bewegung vorausgehen.

 

 

Umgelegt auf alle unsere Aktivitäten würde das bedeuten (wofür es zahlreiche gewichtige Hinweise gibt), dass menschliche Initiativen weitgehend aus unbewussten, subkortikalen Quellen stammen, die kortikale Prozesse aktivieren, die wiederum Kognitionen und Emotionen, also Meinungen und Empfindungen (etwas zu wollen, etwas zu müssen, etwas zu schaffen, etwas nicht zu schaffen, etwas könnte passieren, man werde angenommen oder abgelehnt) entstehen lassen.

Dick Swaab, einer der führenden internationalen Hirnforscher, sagt: Nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Neurobiologie kann von einer völligen Freiheit nicht die Rede sein. Viele erbliche Faktoren und Umwelteinflüsse haben durch ihr Einwirken auf die Gehirnbildung in der Frühphase unserer Entwicklung die Struktur und die Funktion unseres Gehirns für den Rest unseres Lebens geprägt. Und uns damit nicht nur viele Fähigkeiten und Talente mitgegeben, sondern auch zahlreiche Beschränkungen auferlegt.  (Wir sind Gehirn, Droemer, München 2011)

Ergebnisse der Hirnforschung weisen darauf hin, dass eine 'Entscheidung' im Gehirn bereits getroffen wird, bevor sie dem Menschen bewusst wird.

Der Neurobiologe Prof. Henrik Walter meint dazu: "Willensfreiheit im absoluten Sinne kann es daher nicht geben. Hinzu kommt, dass auch die Gründe für eine Ent­scheidung im Gehirn bereits festgelegt sind."

Der Neurologe Antonio Damasio, University of Iowa, erklärt: "Jede Entscheidung braucht eine emotionale Regung. Aus purem Verstand heraus kann der Mensch nicht handeln."

Passivität, Willensschwäche oder Resignation lassen die subkortikalen Prozesse weitgehend ungebremst zur Wirkung kommen. Die Folge: wir sind unseren alten, oft negativen Programmen hilflos ausgesetzt.

Fest steht: Bewusst-willentliche kortikale Denkprozesse (präfrontaler Kortex) können gegen die subkortikalen Prozesse ein Veto einlegen, diese 'overrulen' und korrigieren.

 

 

Unsere Autonomie und Freiheit bestehen eher nicht in einem willentlichen Denk- und Handlungs-Impuls, wie wir ihn subjektiv als solchen empfinden, sondern in der Fähigkeit, die aus innerem Antrieb generierten Denk- und Verhaltensweisen bewusst-willentlich zu beeinflussen und mehr oder weniger selbstbestimmt zu steuern.

Wir sind so, wir können nicht anders, gilt, wenn wir ausschließlich vom psychoneuronalen Autopiloten entsprechend unserer Programme gesteuert werden, wenn wir unreflektiert unseren Gewohnheiten und Routinen folgen.

Wir können aber zu aktiven Gestaltern unseres Lebens werden – durch Fähigkeiten, die uns grundlegend von den Affen (zumindest theoretisch) unterscheiden: Selbst-Reflexion, Selbst-Rekognition, Selbst-Regulierung und Selbst-Revision

Fehler, Probleme, Krisen
Menschliche Eigenheiten
(Bedürfnisse, Gewohnheiten, Manieren, Neigungen, Interessen, Einstellungen, Werte), Schwächen (Fehlbewertungen, Egozentrik, Desinteresse, Dumpfheit, Abwehr, Verdrängung, Überheblichkeit, Unhöflichkeit, Unsicherheit), psychische Störungen (affektive, neurotische, Persönlichkeits-, Verhaltens-Störungen), Empfindlichkeiten (emotionale Überreaktionen) sowie mangelnde und ungeeignete Selbst- und Fremd-Kontrolle führen zu Wahrnehmungs-, Beurteilungs- und Entscheidungsfehlern, Missverständnissen, negativen Emotionen, Stress, Hineinsteiger- und Aufschaukelungs-Prozessen, Kommunikations- und Organisations-Problemen und Fehlverhalten.
Die Folgen sind dramatisch: Konflikte, Leistungsbeeinträchtigung, gesundheitliche Probleme, Engagement-Verluste, Ineffizienz, hohe Fehlzeiten und Fluktuation, Vorfälle, Unfälle, Fehlentwicklungen.
Die Auswirkungen sind oft fatal: Krankheit, hohe Kosten, geringe Wertschöpfung, Produktivitäts-Verluste, Krisen und Zusammenbrüche - von Firmenpleiten über die globale Finanzkatastrophe bis zur Weltwirtschaftskrise.

Problematische und gefährliche Programme
Vereinzelt sind unsere negativen Programme nicht nur unangenehm, beziehungs-, leistungs- oder gesundheitsschädlich, sondern auch gefährlich für die Mitmenschen.
Die Neigung zu egozentrischen Allmachtsgefühlen, rücksichtslosem Egoismus, narzisstischer Selbstsucht, unkontrollierter Aggressivität, korrupten Verhalten, kriminellem Tun, unheilvollen Überzeugungen, konfliktträchtigen Dogmen, feindseligen Ideologien oder zu abartigem sexuellen Verhalten kann Seele, Leib und Leben anderer sowie das geordnete Zusammenleben und den Frieden gefährden.
Unglücklicherweise sind die schädlichen Auswirkungen destruktiver Programme oftmals weder für die Betroffenen selbst noch für die leidtragenden Mitmenschen als solche (so einfach) zu erkennen. Vor allem psychisch gestörte Führungs-Persönlichkeiten in der Wirtschaft und Politik können auf der Basis eines mächtigen Amtes und unter dem Deckmantel dieses Amtes eine Menge Schaden anrichten. Beispiele dafür gibt es genug.
Auch derartige Neigungen sind ererbte und/oder aufgrund problematischer Umstände im Laufe der Entwicklung eingelernte Programme. Wird die Neigung zur Tat, so steckt auch hier keine vorsätzliche Bösartigkeit dahinter, sondern die gewaltige (destruktive) Energie der Steuermechanismen. Auch wenn kein bewusster bösartiger Vorsatz gegeben ist, muss sich die Gesellschaft davor schützen.
Die Opfer der Vergangenheit sind nicht selten die Täter der Gegenwart. Und die Opfer der Gegenwart sind  nicht selten die Täter der Zukunft.

Individual- und Kollektiv-Programme
Individual-Programme
: Jeder Mensch besitzt bestimmte psychoneuronale Programme. Diese entwickeln sich auf der Basis unserer Anlagen durch unsere Erfahrungen. Sie steuern unser Denken, Fühlen und Tun. Diese Steuer-Programme sind im Erwachsenen-Alter sehr resistent. Aber dennoch sind sie ständigen (kleinen) Veränderungen ausgesetzt. Durch Lernen, durch neue Erfahrungen und vor allem durch für uns bedeutsame, intensive Erlebnisse werden die Programme modifiziert.
Doch wie rigide unsere fundamentalen Steuersysteme in Wirklichkeit sind, zeigen die Reaktionen der Menschen auf eigene Fehler, Unfälle, Misserfolge, Pleiten und Krisen. Der erste Schock treibt die Emotionen hoch. Rechtfertigungen, Selbstvorwürfe, gute Vorsätze und ein gewisses Maß an Selbstdisziplinierung bestimmen die Zeit danach. Doch die Zeit heilt die Wunden. Wir vergessen, wir disziplinieren uns nicht mehr, wir geraten ins alte Fahrwasser zurück. Aus den hehren Absichten für die Zukunft werden nicht selten verheerende Rückfälle in die Vergangenheit. Die alten, stark eingeprägten Programme können nicht wirklich gelöscht werden, sie können nur kontrolliert und neutralisiert werden. Und das braucht Aufmerksamkeit und Energie. Noch deutlich resistenter sind die Kollektiv-Programme. Tut sich schon der einzelne Mensch sehr schwer, aus Fehlern langfristig zu lernen, so kann das die Menschheit, wie die Geschichte zeigt, anscheinend (fast) gar nicht.
Kollektiv-Programme: Durch gewisse Gemeinsamkeiten verbundene Menschen besitzen in bestimmten Bereichen ähnliche Programme.
Wir Menschen neigen sehr stark zur Bildung von Organisationen wie Partnerschaften, Familien, Sippen, Freundschaften, Bekanntschaften, Vereine, Clubs, Seilschaften, Netzwerke, Verbände, Bünde, Kammern, Parteien, Institutionen, Unternehmen, Gemeinden, Bezirke, Länder, Staaten oder Staatenbünde. Die verbindenden Elemente sind bestimmte Interessen und Motive. Es gibt die unterschiedlichsten Interessen und Motive in mannigfaltiger Ausprägung: von angeborenen Trieben wie Überleben, Sexualtrieb, Fortpflanzung oder Arterhaltung über weitgehend determinierte Bedürfnisse wie physiologische Bedürfnisse (Existenz, Nahrung, Atmung, Schlaf, Bewegungsdrang, Sexualverlangen, Bemutterung, Entspannung), Sicherheitsbedürfnisse (Schutz, Vorsorge, Stabilität, Struktur, Ordnung, Gesetze, Grenzen, Angstfreiheit, Ruhe, Behaglichkeit), soziale Bedürfnisse (Kontakt, zwischenmenschliche Bindungen und Beziehungen, Verständnis, Partizipation, Zugehörigkeit, Geborgenheit, Zuwendung, Liebe, Intimität), Ich-Bedürfnisse (Identität, Selbstwert, Kreativität, Spontaneität, Kompetenz, Leistung, Anerkennung, Akzeptanz, Würde, Wertschätzung, Aufmerksamkeit, Bedeutung, Geltung, Status, Autonomie, Unabhängigkeit, Freiheit, Kontrolle, Stärke, Dominanz, Einfluss, Berühmtheit, Ruhm) und Selbstverwirklichung (Potenzial-Ausschöpfung, Verwirklichung bedeutender Ziele) oder ausgeprägten Werthaltungen wie Dogmen oder Ideologien bis hin zu von psychischen Störungen geprägten Antrieben wie Karriere-, Erfolgs-, Bedeutungs-, Anerkennungs-, Geld-, Machtgier oder sexuelle Abartigkeiten.

Das Kollektiv-Programm ist die Schnittsmenge der Individual-Programme der Mitglieder, Mitwirkenden, Teilnehmer, Beteiligten oder Betroffenen eines Kollektivs. Die Schnittmenge der Mengen A, B, C, D ... sind all jene Elemente, die sowohl in A als auch in B, C, D ... enthalten sind.
Die Schnittmenge von sehr großen Organisationen (mit sehr vielen Individuen) ist oft verhältnismäßig klein. Manchmal bleibt letztlich überhaupt nur ein Element (Interesse, Motiv) übrig, z.B. Sicherheit, Informationsaustausch oder Geldverdienst.
Das Kollektiv-Programm ist der Kitt für den Zusammenhalt und die Bedingung für die Existenz der Organisation. Es unterliegt bestimmten Eigendynamiken. Beschleunigende Aufschaukelungs-Prozesse und hemmende Brems-Prozesse sind typische Merkmale. Nicht selten verändern sich mit der Zeit die Interessen und Motive des Kollektiv-Programms, zumindest die Gewichtungen. Aus gemeinnützigen Absichten (Vertretung der Interessen einer Berufsgruppe, soziales Engagement oder Umweltschutz) werden mitunter sehr eigennützige Kollektiv- und Individual-Interessen (kollektive Selbstverwaltung, Vergrößerung oder Machterweiterung bzw. individuelle Arbeitsbedingungen, Verdienst- oder Karrieremöglichkeiten).

Obwohl die Organisations-Führer die Organisation leiten, sind sie in der Regel nicht in der Lage, die Organisation (vor allem größere und ältere) grundlegend zu reformieren. Das Kollektiv-Programm ist zu resistent, zu rigide und starr.
Andererseits bestimmt eine kleine Minderheit von Menschen über die große Mehrheit. Nur ein geringer Prozentsatz erfüllt die Bedingungen für das wirkliche Bestimmen. Solche Bedingungen sind: bestimmte Fähigkeiten, sehr starker Antrieb (hochgradiger Bedürfnis-Befriedigungs-Drang, hoch ausgeprägte Werthaltung oder bestimmte Art von psychischer Störung) und große Wirkung. Dazu müssen oft noch bestimmte Umstände oder glückliche Zufälle kommen, damit ein Mensch in eine entsprechende Position kommt, um die Möglichkeiten voll ausschöpfen zu können.
Diese Bestimmer dirigieren Kapital, Waren, Nationen, Regionen, Organisationen, Kognitionen und Emotionen. Das Kollektiv-Programm der großen Masse reagiert bemerkenswert irrational: hyperaktiv (dagegen oder dafür) oder hypoaktiv (hinnehmend, resignierend), aber selten adäquat aktiv (im Sinne von logisch, folgerichtig, angemessen).
Die Bestimmer sind in der Regel die großen Nutznießer des Status quo, also des bestehenden Zustands. Dementsprechend wenig Interesse haben sie daran, dass sich der Zustand ändert. Und weil sie die Bestimmer sind, bestimmen sie, auch wenn die große Mehrheit entgegengesetzte Interessen hat, dass es so bleibt. Problematisch wird es, wenn zwei oder mehrere Bestimmer ernsthaft aneinander geraten. Derartige Konflikte werden letztlich meistens auf dem Rücken der Masse ausgetragen. Streitereien, Unruhen, Instabilität, Stillstand, Unsicherheit, politische und/oder wirtschaftliche Krisen, Chaos, Not oder gar Kriege sind die möglichen Erscheinungsformen.
Aber nicht jeder Organisationsführer ist ein Bestimmer. Selbst Konzern-, Regierungs- oder Staatschefs sind oft nicht die wirklichen Bestimmer. Diese sind nicht selten im Hintergrund, im 'Dunklen', ziehen von dort aus ihre Fäden und lenken ohne großes öffentliches Aufsehen.

Präfrontaler Kortex
Der präfrontale Kortex .....
-    
ist die menschliche Denk-, Steuer- und Kontrollzentrale.
-     befindet sich an der Stirnseite der Großhirnrinde
-     macht ca. 30% der gesamten Hirnrinde aus
-    
reift langsamer als andere Hirnregionen, erst nach dem 20. Lj. voll entwickelt
-     ist
Sitz des Arbeitsgedächtnisses
-    
ist Steuerzentrum, das unsere Emotionen und Impulse unter Kontrolle hält sowie konfliktträchtige Gedanken und Verhaltensweisen hemmt.
-    
vermittelt die am höchsten entwickelten kognitiven Fähigkeiten: Konzentration, Planung, Analyse, Entscheidungs­findung, Urteilsvermögen, 
      Zugriff auf Gedächtnisinhalte, abstraktes Denken
Der pK reagiert sehr empfindlich auf Störungen, auch auf alltägliche.
Stress
löst verschiedene biochemische Signale aus, die den Einfluss des pK vermindern und ältere Hirnregionen (z.B. Hypothalamus, Mandelkern) die Oberhand gewinnen lassen, die die Gedanken- und Gefühlskontrolle übernehmen.
Wir sind Emotionen (Unsicherheit, Ängsten, Ärger, Aggressionen) und Impulsen (Essen, Trinken, Drogenkonsum, Einkaufen) relativ hilflos ausgesetzt.
Auch die Basalganglien, die Begierden steuern sowie emotionale und motorische Reaktionen regeln, gewinnen an Einfluss und lassen uns z.B. Suchtverlangen nachgeben.
Die Pyramidenzellen, ein weit verzweigtes Neuronennetzwerk, üben die Funktionen des pK aus. Im Normalfall sorgen sie dafür, dass wir unseren Alltag erfolgreich bewältigen: Planung, Anangriffnahme, Umsetzung, Impulskontrolle (ein Bier reicht) und Gefühlskontrolle (über die Verbindung zum Mandelkern). Stress beeinträchtigt diese Funktionen z.T. massiv.
Bei Stress ändert sich das neurochemische Milieu in der vorderen Großhirnrinde. 
Der Mandelkern (Amygdala, unser primärer Gefühlsspeicher) regt unter großer Stressbelastung Neuronen im Stammhirn, deren Ausläufer sich durch das gesamte Gehirn ziehen, dazu an, große Mengen an erregenden Neurotransmittern auszuschütten, wie Noradrenalin und Dopamin, die die Nervenzellen im pK am Feuern hindern, indem sie die Kontaktzellen, die Synapsen, zeitweise ‘kurzschließen‘. 
Die Kontrollfähigkeit wird damit beeinträchtigt

Das Stresshormon Cortisol, das über die Blutbahn ins Gehirn gelangt, verstärkt diese Wirkung noch.
Aufgrund der hohen Konzentration von Noradrenalin, Dopamin und Cortisol informiert der Mandelkern wiederum das übrige Nervensystem, sich auf Gefahren einzustellen und verstärkt z.B. Unsicherheit und Angst.
Im Normalfall bauen Enzyme die Transmitter Noradrenalin und Dopamin schnell wieder ab und wir gewinnen unsere kognitiven Fähigkeiten wieder zurück, wenn der der Stresspegel sinkt. 
Aufgrund von Erbanlagen oder prägenden Erfahrungen ist es aber möglich, dass diese Enzymtätigkeit beeinträchtigt ist und die Stressanfälligkeit erhöht bleibt.
Es gibt Hinweise darauf, dass länger anhaltender Stress (über Tage oder Wochen) die Nervenverbindungen (signalempfangenden Dendriten) im pK degenerieren und im Mandelkern wachsen lässt. 
Bei Abnahme der Stressbelastung können die Verbindungen im Stirnhirnbereich wieder nachwachsen

bei extremem Dauerstress aber offenbar nicht mehr

Forschungen zeigen, dass die graue Substanz im pK umso mehr schrumpft, je stärker die Stressbelastung war.
Diese Mechanismen fördern anscheinend die Entstehung von Depressionen, Suchtverhalten, Angststörungen und Posttraumatischen Belastungsstörungen.
Frauen
dürften dafür anfälliger sein als Männer. Östrogen verstärkt offenbar die Stressanfälligkeit.
Quellen: Amy Arnsten, Rajita Sinha, Carolyn Mazure, Yale School of Medicin

   

Studie zeigen auch, dass der präfrontale Kortex durch Dauerstress unempfindlicher für Glutamat, einen anregenden Botenstoff, wird. Diese Abstumpfung 
soll Störungen des Kurzzeitgedächtnisses verursachen.
Störungen der Glutamat-Übertragung gelten als wesentliche Merkmale und Ursachen für psychische Krankheiten.
Forschungen weisen zudem darauf hin, dass massiver Stress die Zellen des Hippocampus schädigt - durch Schädigung der signalempfangenden Dendriten. Das Speichern von Information und Erinnern an Neues wird beeinträchtigt.
Magnetresonanztomografie-Untersuchungen zeigen, dass Personen mit posttraumatischen Stress-Störungen (nach militärischen Einsätzen oder Kindesmisshandlung) Veränderungen im Hippocampus aufweisen. Neueste Entdeckungen lassen vermuten, dass sogar leichter Stress zu Veränderungen des Hippocampus führen kann.

Emotionaler Stress, Trauer und Sorgen können möglicherweise sogar Auslöser für Alzheimer-Erkrankungen sein. (Studie E. Reich)

Genforschung - Epigenetik
Durch Erfahrungen verändern sich auch unsere Genfunktionen.

Die Epigenetik (laut Gary Felsenfeld „
das Studium von vererbbaren Veränderungen der Genfunktion, die nicht durch Veränderungen der DNA-Sequenz erklärt werden können“)
befasst sich mit Zelleigenschaften (Phänotyp), die auf Tochterzellen vererbt werden und nicht in der DNA-Sequenz (Genotyp) festgelegt sind.
Psychische Belastungen, Stress nehmen starken Einfluss auf die epigenetische Funktionsweise der Gene (z.B. durch DNA-Methylierung, Histonmodifikationen oder RNA-Interferenz), was zu Störungen bei der Proteinexpression und somit zu eklatanten Fehlsteuerungen mit dramatischen Auswirkungen führen kann. Studien zeigen: Akuter Stress bewirkt schon nach kurzer Zeit (etwa 20 Minuten !!) epigenetische Veränderungen.

Belastete und gestresste Kinder und Jugendliche neigen zeitlebens zu einem erhöhten Risiko für stress­bedingte Störungen und Erkrankungen.
Auch kindliche Armut prägt das Gehirn nachhaltig - mit dramatischen Folgen für die Betroffenen und die Gesellschaft.

Besonders dramatisch: Stress verkürzt die sog. Telomere, die Endstücke der Chromosomen, was den Alterungsprozess beschleunigen, Krankheiten entstehen und die Lebenserwartung deutlich sinken lassen kann.

SR-Kompetenz

Selbst-Reflexion, Selbst-Rekognition, Selbstregulierung, Selbst-Revision     Näheres

Wir können die Grenzen unserer Freiheit erweitern – durch Selbstreflexion, Selbsterkenntnis, Selbstregulierung und Selbstrevision.

Selbst-Reflexion – nachdenken & analysieren

Selbst-Rekognition – erkennen & schlussfolgern

Selbst-Regulierung – selbst-bestimmen & selbst-kontrollieren

Selbst-Revision – überprüfen & verbessern
Eine Voraussetzung dafür ist ein aktiv-entspannter Zustand, da Stress die Funktion des präfrontalen Kortex beeinträchtigt, was zu Unkontrolliertheit, Über- und Fehlreaktionen führt.
Wenn wir entspannt sind und über uns, unsere Lage, Bedürfnisse und Möglichkeiten nachdenken, richtige Erkenntnisse gewinnen und passende Schlussfolgerungen ziehen, wenn wir unsere Gedanken, Emotionen, Körperzustände und Verhaltensweisen entsprechend regulieren, so deaktivieren wir (weitgehend) den Autopiloten und werden zu aktiven Gestaltern unseres Lebens. Darauf zielt die SR-Kompetenz.
Suboptimale und destruktive autonome Programme können wir durch bewusste, willentliche Kontrolle und Steuerung weitgehned in ihrer Wirkung neutralisieren und in der Folge angemessene, konstruktive Kognitionen, Emotionen, Körperprozesse und -zustände, Ausdrucks- und Verhaltensweisen generieren. Diese werden durch Training und praktische Anwendung im Alltag sukzessive internalisiert.

SR-System
Die effizientesten und erfolgreichsten psychologisch-therapeutischen Trainingssysteme für lösungs- und zielorientierte Menschen - vor allem bei Stress-Störungen, Ängsten, Panikattacken sowie bei kognitiven und emotionalen Fehlreaktionen und Hineinsteiger-Prozessen.
Das Institut für Psychoneuronalogie hat auf der Grundlage der Analyse von zahlreichen Studien, Testergebnissen und Erfahrungswerten (ca. 1000 Seminare, 14.000 Teilnehmer)
sowie neuer Erkenntnisse der Hirn- und Genforschung aus den wirkungsvollsten Therapie- und Trainings-Systemen die effizientesten herausgefiltert und ein modernes Regulations-System entwickelt.

Stress-, Angst- und Depressions-Therapien bestehend aus einer Kombination von Tiefenentspannungs-Übungen, leichten Entspannungs-Bewegungen, relevanten Erkenntnissen, Kognitions-Therapien, Selbstregulierungs- und Selbstkontroll-Training, Achtsamkeits-Übungen und Entschleunigungs-Arbeit erweisen sich als besonders erfolgreich.  

Bereits ein mehrwöchiger Kurs kann deutliche Besserungen bei Stress-Störungen, Leistungsschwäche, Schlafstörungen, Unsicherheit, Ängsten und Depressionen bringen. Wobei die graue Substanz in manchen Hirngebieten, vor allem im Hippocampus und Präfrontalen Kortex, messbar zunimmt.

Das Grundkonzept: Viele unserer psychoneuronalen Steuerprogramme  (Produkte unserer Erbanlagen und bisherigen Lebenserfahrungen) laufen weitgehend autonom, unbewusst oder passiv-bewusst ab und wirken sich im heutigen Leben suboptimal bis destruktiv aus. Weil uns unsere installierten Programme oft so negativ steuern, müssen wir aktiv-bewusst dagegensteuern.
Mit bestimmten Techniken werden diese Programme neutralisiert und von aktiv-bewussten Kognitionen (Analysen, Instruktionen, Suggestionen) überlagert.
Das strukturierte Vorgehen und die einfache Handhabe lassen sehr rasche Erfolge zu.

Eine regelmäßige Anwendung bewirkt zudem eine sukzessive Normalisierung der Genfunktionen und des Transmitter-Haushalts sowie eine Regeneration von (pathologisch) veränderten Hirnstrukturen (Präfrontaler Kortex, Limbisches System), was eine hohe Nachhaltigkeit der Wirkungen (wie Entspanntheit, Gelassenheit, Konzentration, Monotasking, Strukturiertheit, Konstruktivität, Resilienz, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität) ermöglicht.
Die Verwendung einer Reminder-Watch, Relax-Präparate, Placebo-Effekte und EEG-Messungen des präfrontalen Kortex können die Wirkungen signifikant erhöhen.

Einerseits steuern die psychoneuronalen Programme unsere Kognitionen, Emotionen, Stressreaktionen, Ausdrucks- und Verhaltensweisen. Andererseits führen bewusst-rationales Nachdenken, Erkennen, Schlussfolgern und Regulieren zu neuronalen Aktivitäten und Prozessen, die wiederum, bei entsprechender Intensität und Regelmäßigkeit, Struktur- und Prozess-Änderungen im Nervensystem und somit Programm-Veränderungen bewirken.  

 

 

Institut  für  Psychoneuronalogie

Leitung:  Dr. Karl Kriechbaum
Neuropsychologe, Entspannungs-, Kognitions-, Verhaltenstherapeut, Arbeits-, Wirtschaftsberater
1040 Wien,  Johann-Strauß-G. 28   +43 (0)1 5051778     www.kriechbaum.eu       Kontakt