Selbstwert

  

die (fast) alles entscheidende Persönlichkeitseigenschaft

Der Selbstwert, ein fundamentales und einflussreiches Persönlichkeitsmerkmal, kann definiert werden als die Empfindung und Bewertung der eigenen Person. Die emotionale Empfindung und die kognitive Bewertung beziehen sich auf Kriterien wie Persönlichkeit, Fähigkeiten, Erfahrungen, Bewältigungs-möglichkeiten, sozialer Umgang, Leistung, Erfolge, Äußeres, Selbstbild, Selbsterleben, Wirksamkeits- oder Fremdbewertungserwartung.
Ein
stabiles Selbstwertgefühl setzt voraus, dass man sich selbst wertschätzt und akzeptiert - also sich achtet, mag und annimmt, so wie man ist und so wie man handelt. Der Selbstwert beeinflusst in hohem Maße den Umgang mit sich selbst, das soziale Verhalten, die Beziehungen zu anderen Personen, die Kommunikation sowie das Leistungsverhalten. Der Selbstwert entwickelt sich nicht von alleine, sondern aus der Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt.
Ein g
uter Selbstwert entsteht vor allem dann, wenn die wesentlichen Bezugspersonen (vor allem die Eltern, auch Verwandte, Erzieher und Lehrer) ihrerseits einen gesunden Selbstwert besitzen und sich dementsprechend ausdrücken und verhalten. Von großer Bedeutung sind daher die Ausdrucks- und Verhaltensweisen der wichtigen Bezugspersonen.

Einzelsymptome, die auf eine Selbstwertstörung bzw. Selbstwert-Kompensations-Störung

hinweisen können, sind etwa folgende:
- übersteigertes Zuwendungs-, Anerkennungs-, Harmonie- oder Sicherheitsbedürfnis
- übersteigertes Bedeutungs-, Erfolgs-, Geld-, Attraktivitäts-, Kontroll-, Dominanz-, Macht-

   oder Leistungsstreben
- Gehemmtheit, Schüchternheit
- Unsicherheit, Entscheidungsschwäche, Konfliktängste
- überstarke Besorgtheit und Vorsicht
- Distanz, Abwehrverhalten
- Aufdrängerei, Vordrängerei
- Schwierigkeiten, Meinungen zu äußeren und zu vertreten
- Schwierigkeiten, eigene Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken, anderen mitzuteilen

   und durchzusetzen
- Probleme, 'Nein' zu sagen und zu kritisieren, wenn es angemessen und notwendig wäre
- Ängste, vor Gruppen zu sprechen
- Hemmungen, fremde (wenig bekannte) Menschen anzusprechen bzw. sich mit diesen zu unterhalten
- Unsicherheit bei Gesprächen, insbesondere bei Smalltalk-Konversation
- Peinlichkeitsgefühle
- negative Selbstbeurteilung bezüglich Aussehen, Fähigkeiten, Leistung
- negative Selbstdarstellung
- Persönlichnehmen, Gekränktheit
- Beleidigtsein, Trotzigkeit
- Angst, zu kurz zu kommen
- Autoritätsangst - starke Unsicherheit in Gegenwart von als Autoritäten beurteilten Personen
- Schuldgefühle - schlechtes Gewissen bei bestimmten Handlungen, die an sich ok sind
- Kritikangst, Versagensangst
- Argumentations- und Rechtfertigungsdrang
- Rückzug, Verstecken, Vermeidung
- Neid, Eifersucht
- Besserwisserei, Sturheit
- Bevormunden, Belehren, Kritisieren
- Arroganz, Zynismus, Intoleranz
- sich selbst aufwerten, den anderen abwerten
- Manipulierbarkeit
- Glaube an Irrationales
- Realitätsflucht
- Anfälligkeit für problematische Ideologien
- übersteigerte Leidenschaft für jemanden oder für etwas - Fixierung, Vergötterung, exzessive
   Sammelleidenschaft oder Konsumation
- Abhängigkeit, Sucht
- Neigung zu übertriebener Risikobereitschaft (vor allem bei Männern) oder zu Übergewicht bzw.

  Untergewicht (eher bei Frauen)

- Neigung zu Aggressivität, Destruktivität oder Gewalttätigkeit


Schritte und Ziele der Selbstwert-Stärkung

- Selbstreflexion: Konstruktives Nachdenken über sich, die Mitmenschen und die Gegebenheiten sowie Entwicklung von entsprechenden Erkenntnissen.

- Selbstbewusstsein: Kennen der eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Ziele, Stärken, Schwächen und Grenzen.

- Eigenverantwortung: Einsicht, dass man für sich und sein Leben selbst verantwortlich ist.

- Selbstvertrauen: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten, die gesetzten Ziele erreichen zu können bzw. die gestellten Aufgaben zu meistern.

- Selbstsicherheit: Bedürfnisse, Gefühle und Meinungen ausdrücken; Kritik äußern (wenn angemessen); nein sagen (wenn notwendig); Forderungen stellen; Gespräche beginnen, führen und beenden; sich der Öffentlichkeit stellen, Vorhaben gegen Widerstände durchsetzen; mit Fehlern konstruktiv umgehen; (unbegründete) Schuldgefühle neutralisieren.

- Selbstachtung: Die eigenen Handlungen (wenn objektiv begründet) positiv bewerten.

- Selbstannahme: Die eigene Person annehmen - so wie man ist, auch mit seinen Schwächen.

- Bedürfnisbefriedigung, Eigenständigkeit, Gelassenheit, Entspanntheit, Ausgeglichenheit, Stabilität, Attraktivität


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Dr. Karl Kriechbaum - Neuropsychologie - Psychotherapie - Wirtschafts-, Arbeitsberatung


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